Fahrpraxis für klassische Tierhomöopathie
Fahrpraxis für klassische Tierhomöopathie

Wie wirkt Homöopathie

Höhere Organismen wie Tiere und Menschen sind kompliziert organisiert. Millionen von Regelkreisläufen sind genaustens aufeinander abgestimmt und schon kleine Verschiebungen können zu schwerwiegenden Symptomen führen. Fast nie kann ein Krankheitszeichen isoliert betrachtet werden- es sind immer auch andere Organe und Stoffwechselprozesse an dem Gesundheitsproblem beteiligt. 

Jede einzelne Körperzelle enthält genetisch alle Informationen und niemand weiß besser, wie die korrekten Abstimmungen organisiert werden müssen als der Körper selbst. 

Homöopathie ist eine Reiztherapie und in der Lage, den Organismus dazu anzuregen, seine Gesundheit wieder vollständig herzustellen.

 

Das homöopathische Ähnlichkeitsprinzip könnte man folgendermaßen erklären:

Einem Probanden wird über einen längeren Zeitraum eine homöopathische Arneimittelsubstanz zugeführt. (Dr. med.vet.Franz Schrömmer schreibt in „Einführung in die Homöopathie für Tierärzte“: „…Adrenalin wirkt noch in einer Menge von 1:10 000 000 000 (gleich D10) beschleunigend auf den Herzschlag…“). Diese arzneiliche Substanz übt einen Reiz auf den Organismus aus. Würden wir diesen Reiz lange genug aufrechterhalten, würden wir eine sogenannte Arzneimittelprüfung beobachten. Hahnemann, der Begründer der Homöopathie, nannte dies „Kunstkrankheit“. Diese "Kunstkrankheit" äußert sich auf allen Ebenen. Nicht nur die körperlichen Symptome werden provoziert, der Proband empfindet die Dinge plötzlich anders, er hat vielleicht plötzlich vor bestimmten Dingen Angst oder ist äußerst schreckhaft. Möglicherweise fällt es ihm plötzlich schwer, einen klaren Gedanken zu fassen oder sich zu konzentrieren. Oder er hat Bedürfnisse nach bestimmten Nahrungsmitteln, die er vorher nie mochte oder er kann auf einmal nur noch auf der rechten Seite schlafen. Wir provozieren also durch den Reiz eine ganz spezifische körpereigene Reaktion. Diese provozierte Reaktion spiegelt dann auf möglichst allen Ebenen das tatsächliche Problem und veranlasst den Körper, genau dort gegenzusteuern. So kann ein homöopathisches Arzneimittel dem Organismus den Weg aus seiner Erkrankung zeigen.

 

Interessanterweise wird dieser Reiz nicht durch chemische Stoffe ausgelöst sondern offenbar durch physikalische Reize. Deshalb lassen sich auch in den Arzneimitteln die Ursubstanz selbst nicht mehr nachweisen, ihre Wirkung bleibt jedoch erhalten. Leider ist der Wirkungsmechanismus, obwohl man die Wirkung immer und immer wieder beobachten kann, noch immer nicht endgültig geklärt. Es ist der Grund, warum die Homöopathie von wissenschaftlicher Seite noch immer derartig stark angefeindet wird, obwohl alle Therapeuten ihre Wirkung beobachten können.

Mann kann diese Informationsspeicherung vielleicht am besten mit einer CD vergleichen. 

Würde man verschiedene CD's in einem Labor chemisch untersuchen lassen, so wären alle chemisch identisch. Trotzdem beherbergen alle Scheiben unterschiedliche Informationen. Mit der einen können wir Musik abspielen, die andere archiviert unsere Computerdateien und mit der dritten genießen wir unsere Urlaubserinnerungen usw.

Der Unterschied zwischen homöopathischer und schulmedizinischer Behandlung

Viele Menschen kennen Medikamentengaben von ihrem Tierarzt. Dort bekommt man ein Arzneimittel verschrieben, dass durch chemische Wirkstoffe in die körpereigene Chemie des Tieres eingreift. Dies hat teilweise zur Folge, dass der Körper die eigene Produktion dieser jetzt künstlich zugeführten Stoffe oder Stoffwechselprodukte herunterfährt. Dies liegt an den miteinander verknüpften Regelkreisläufen, die im Organismus stattfinden. Das heißt, die produzierenden Endorgane bekommen z.B. aus dem Körper eine Rückmeldung über den Bedarf an benötigten Hormonen, z. B. Cortisol. Der Sollwert wurde vom Organismus anhand der komplexen Gesamtsituation festgelegt. Wird dieser Sollwert durch die künstliche Zufuhr von außen überschritten, drosselt er logischerweise die körpereigene Produktion. Gleichzeitig versucht der Körper, den Überhang abzubauen. Deshalb tritt nach kurzer Zeit durch die Entgiftungsarbeit von Leber und Nieren ein Wirkungsabfall ein.

Durch diese Wechselwirkungen entsteht eine dauerhafte Abhängigkeit von den zugeführten Wirkstoffen. Schulmedizinisch stimmt der Satz meistens: viel hat viel Wirkung oder Nebenwirkungen.

 

Die Homöopathie hingegen funktioniert völlig anders. Die Homöopathischen Arzneimittel wurden an gesunden Menschen getestet. Diese entwickelten nach mehrmaliger Einnahme ungewöhnliche Symptome, die sie vorher zumeist nicht hatten. Manche dieser Symptome tauchen in diesen "Arzneimittelprüfungen" immer wieder auf. Diese Symptome werden sehr genau dokumentiert und fließen in die sogenannte "Materia Medica" sowie nach seriöser Prüfung auch in die verschiedenen "Repertorien" ein. Materia Medica und die Symptomsammlung, das Repertorium, sind sozusagen das "Handwerkszeug" des Homöopathen. Da biologisch gesehen der Mensch auch nur ein Säugetier ist, wirken die meisten Arzneimittel bei Tieren gleich oder ähnlich.  Letztendlich reizt dann das Heilmittel den Organismus an genau den aus dem Gleichgewicht geraten Funktionen, so dass der Körper dort seine Reparaturanstrengungen vervielfacht um gegenzusteuern. Deshalb kann es auch manchmal zu der vielbemühten anfänglichen „Erstverschlimmerung" kommen.

Aus unserer Sicht stimmt die Aussage in keiner Weise, dass Homöopathie keine Nebenwirkungen verursachen kann. Was wirkt kann logischerweise bei unsachgemäßer Handhabung auch schaden.

Wer sich für wissenschaftliche Arbeiten über Homöopathie interessiert: hier ein Link zu einem Interview mit dem Physiker Dr. Baumgartner http://dzvhae-homoeopathie-blog.de/?p=3284

Kann eine homöopathische Behandlung und die Behandlung bei einem Tierarzt miteinender kombiniert werden?

Je präziser eine Diagnose, desto sicherer können wir das passende Heilmittel finden. Dies ist bei Tieren besonders wichtig, weil Sie uns verbal nicht mitteilen können, wo und welche Schmerzen oder Behinderungen sie verspüren. Eine gute diagnostische Abklärung beim Tierarzt ist also auch für unsere Arbeit sehr hilfreich. Sollte ihr Tier bereits auf eine medikamentöse Dauertherapie eingestellt sein, so wird sehr vorsichtig im Laufe der Therapie versucht , diese Medikamente auszuschleichen. Dies erfolgt in sehr verantwortungsvoller Weise und bei den meisten Medikamenten nicht von heute auf morgen. Der Patient zeigt uns in seinem Allgemeinbefinden sehr deutlich, wie schnell und umfangreich dies geschehen kann. Im Idealfall sind am Behandlungsende keine Medikamente mehr nötig oder können auf ein Minimum reduziert werden. Um einen homöopathischen Heilerfolg erzielen zu können, sind wir auf eine vitale Reaktion des Körpers auf das verabreichte homöopathische Mittel angewiesen. Es gibt Medikamente, die diese Reaktion stark unterdrücken (das gilt vor allem für Cortison). Stark unterdrückende Medikamnte sollten deshalb in jedem Falle ausgeschlichen werden, wenn eine homöopathische Therapie sinnvoll sein soll. 

Was erwartet mich beim  Homöopathen?

Begibt sich nun ein krankes Tier in homöopathische Behandlung versucht der "klassische" Tierhomöopath nach einer gründlichen Untersuchung und einem ausführlichem, oft mehrstündigem Anamnesegespäch, ein einziges Mittel zu bestimmen, das all die vom Tierhalter beschriebenen und vom Tier gezeigten Symptome durch die geprüften und dokumentierten Symptome abdeckt. Dies ist äußerst kompliziert, da auch Eigenarten des Patienten berücksichtigt werden müssen, für die sich ein Tierarzt normalerweise nie interessiert und auf die der Patientenbesitzer selbst oft nicht achtet oder weil er Verhaltensweisen oder Bedürfnisse seines Tieres überhaupt nicht als Symptome ansieht. So fragt der Tierhomöopath beispielsweise nach der Schlafposition, nach Vorlieben und Abneigungen bestimmter Nahrungsmittel und beispielsweise auch sehr detailliert nach der Gemütsverfassung. Diese normalerweise unbeachteten Auffälligkeiten unterscheidet aber ein Heilmittel von dem anderen.  Das ausführliche Erstanamnesegespräch ist nur ein mal notwendig. Bei komplizierten Verläufen kann evtl. auch ein Folgeanamnesegespäch notwendig werden, die meisten Abstimmungen können jedoch telefonisch erfolgen. Wichtig für die effektive telefonische Betreuung ist eine detaillierte Protokollführung über alle Veränderungen seitens des Tierbesitzers. Es wird (zum Glück) fast nichts schneller vergessen als vergangene Leiden.
Da homöopathische Arzneimittel tatsächlich Symptome provozieren können arbeiten klassische Homöopathen nicht mit Komplexmitteln, in denen mehrere Arzneimittel vermischt worden sind. 
Möglicherweise ist in diesem Präparat tatsächlich ein passendes Mittel enthalten, dass die belastende Symptomatik bessert. Die anderen nichtpassenden Mittel sind aber manchmal auch in der Lage, andere Krankheitsymptome zu verursachen. Dadurch wird der Krankheitsfall enorm verkompliziert, so dass auch erfahrene Tierhomöopathen manchmal nicht mehr erkennen können, welche Symptome der Ursprungserkrankung und welche der Arzneimittelgabe zuzuordnen sind. 
Ebenso werden sinnvolle Folgeverschreibungen praktisch unmöglich, da man nicht weiß, welches der enthaltenen Mittel denn tatsächlich geholfen hat.

Warum kann eine zu häufige  Einnahme  homöopathischer Mittel  schaden? 

Da das Arzneimittel sozusagen den Organismus „ärgert“ und anregt, seine körpereigene Reparatur zu intensivieren, dürfen diese Mittel niemals zu oft eingenommen werden. Hier gilt also der Satz „viel hilft viel“ überhaupt nicht. Im Gegenteil: bei zu häufiger Einnahme können die Symptome verschlimmert werden oder neue Symptome hinzukommen. Außerdem ist zu beachten, dass JEDES auftretende Symptom‐ egal wo und wie es sich äußert‐ zu dem Gesamtfall dazugehört und dem Homöopathen unbedingt mitgeteilt werden muss. Daran kann er erkennen, ob das Mittel passt und ob die Dosierung angemessen ist.  
Die Potenzwahl hängt von vielen verschiedenen und ganz individuellen Faktoren ab. 
Sie sollten deshalb Ihr Tier sehr genau beobachten und darauf achten, wie es nach einer Mittelgabe reagiert. Wenn Sie sich unsicher sind, lassen Sie das Mittel lieber weg, als es zu oft zu geben und setzen sich mit mir in Verbindung (am besten per mail)

Wie kann ich als Tierhalter die Behandlung unterstützen?

Das wertvollste, das Sie Ihrem Tier schenken können, ist Zutrauen und Geduld. Homöopathische Therapien dürfen keine Symptome unterdrücken, da sonst keine tatsächliche Heilung stattfinden würde. Gerade bei chronischen Erkrankungen ist dies für Tierhalter oft schwer zu ertragen, wenn das geliebte Tier plötzlich wieder mit dem Hautausschlag oder der Ohrenentzündung zu kämpfen hat, die doch eigentlich bereits verschwunden schienen. Leider nehmen aber chronische Krankheiten gerade solche Verläufe. Der Körper versucht immer, seine Probleme möglichst auf einer Ebene zu halten, die sein Überleben nicht gefährdet. Ein Hautausschlag ist zwar unangenehm, aber in der Regel nicht "gefährlich". Wird hier selektiv und unterdrückend eingegriffen (z.B. durch Cortisonbehandlung), verlagert sich das Symptom meist auf eine andere, weniger ungefährliche Ebene.

Einen guten Heilungsverlauf können wir deshalb daran erkennen, dass sich die Probleme wieder von den gefährlichen Regionen hin zu den weniger gefährlichen entwickeln und das Tier mehr Energie und Lebensfreude zeigt- trotz des vielleicht wieder aufgetretenen Hautausschlages. Haben Sie Geduld! Das richtige Mittel wird auch dieses Problem abarbeiten und im Idealfall dauerhaft heilen.

Den häufigsten Fehler, den sowohl Behandler als auch Tierbesitzer begehen ist, einen natürlichen Verlauf nicht abwarten oder ertragen zu können. Wir leiden zu sehr mit unseren Tieren mit und möchten, dass das Symptom möglichst schnell verschwindet. Gesundheit bedeutet jedoch, dass das ganze System sich in einer natürlichen Balance befindet. In diese Balance kann sich der Körper nur "hineinpendeln", bis alle Funktionen und Regelkreisläufe optimal aufeinander abgestimmt sind. Wenn wir zu stark und zu schnell eingreifen, dann können wir vielleicht ein lästiges Symptom unterdrücken, verursachen aber ein anderes an einer vielleicht kritischeren Stelle. Deshalb ist ein ruhiger und unaufgeregter Umgang mit den einzelnen Symptomen und eine sehr sorgfältige Dokumentationen aller Symptome so wichtig.

 

Sie sollten sich darüber bewußt sein, dass eine erneute Behandlung durch Salben oder andere unterdrückende Maßnahmen den ganzen Therapieerfolg zunichte machen kann! Das wäre schade um die ganzen Mühen und finanziellen Aufwendungen, aber ganz besonders um die vergebene Chance eines dauerhaften Erfolges! Trauen Sie Ihrem Tier die Kraft zu, sich wieder vollständig zu regenerieren. Belasten Sie es nicht durch sorgenvolles Zweifeln sondern geben Sie ihm ideale Bedingungen, Liebe und Zuversicht- das hilft ihm auch über die ganz normalen Schwankungen hinweg, die ein gesunder Heilungsverlauf nun einmal hat.

Mich als Therapeuten unterstützen Sie am allerbesten, wenn Sie ein detailliertes Therapietagebuch führen. Legen Sie bestimmte Parameter fest, an denen Sie erkennen können, ob es Ihrem Tier gut geht. Diese sind bei jedem Tier anders, sie zeichnen sich allerdings alle durch eine höhere Energie und Lebensfreude aus. Die Tiere spielen eventuell wieder oder fressen besser, schlafen entspannter oder gehen lieber Spazieren. Es kann sich aber manchmal durchaus auch durch eine Verweigerung ungeliebter Aufgaben äußern, die vorher aus Schwäche einfach hingenommen wurden. Selbst sonderbare Eigenarten, die scheinbar nichts mit dem Fall zu tun haben, sind für mich interessant. Schreiben Sie alles auf, sonst werden vielleicht gerade die Hinweise vergessen, die mich zu dem passenden Heilmittel führen können!

Kontakt

Tierheilpraxis Friederike Stoppel

 

Dorfstr. 5a

04880 Dommitzsch

 

Telefon

+49 34223 60901

bitte sprechen Sie auf den Anrufbeantworter

 

E-Mail

tierheilpraxis-stoppel(at)t-online.de

Termine nach telefonischer Vereinbarung oder setzen Sie sich mit mir per mail in Verbindung

Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
© Tierheilpraxis Friederike Stoppel