Fahrpraxis für klassische Tierhomöopathie
Fahrpraxis für klassische Tierhomöopathie

Dosierung

Wenn man noch kein „alter Hase“ in Bezug auf homöopathische Behandlungen ist, fällt es meist schwer, die Dosierungsempfehlungen des Homöopathen zu verstehen. Wir orientieren uns als Patient natürlich erst einmal an den Erfahrungen, die wir bei der Einnahme schulmedizinischer Medikamente gemacht haben. Homöopathie funktioniert aber völlig anders. 

 

Unterschied Homöopathie und Naturheilmittel oder Medikamente

 

Schulmedizinische Medikamente müssen deshalb öfters und regelmäßig eingenommen werden, weil sie dem Körper chemische Substanzen zuführen. Da der Körper erkennt, dass diese Substanzen von außen zugeführt wurden, baut er sie in Niere und Leber wieder ab- die Wirkung lässt nach und wir müssen wieder etwas einnehmen. Wahrscheinlich hat diese Erfahrung schon jeder z.B. bei Schmerzmitteln gemacht.

Den Unterschied zwischen dem schulmedizinischen und dem homöopathischen Heilungsprinzip kann man vielleicht mit folgendem Beispiel verdeutlichen: Ein Patient ist durch eine Erkrankung sehr schwach geworden, so dass er die Treppe nicht mehr hinaufgehen kann. Das Schulmedizinische Prinzip wäre jetzt, den Patienten auf einen Treppenlift zu setzen und nach oben zu transportieren. Die Wirkung ist schnell und meist erfolgreich - der Patient ist dort wo er hin möchte. Allerdings wird er jedes mal, wenn er die Treppe hinauf gehen möchte, erneut den Lift benutzen müssen. Steht er dann vor einer anderen Treppe ohne Lift, kann er dieses Hindernis nicht aus eigener Kraft bewältigen.

 

Das homöopathische Prinzip ist folgendes: Der Patient soll wieder befähigt werden, die Treppe sicher und ohne fremde Hilfe bewältigen zu können. Dazu muss seine Kraft und Kondition auftrainiert werden. Wir geben ihm dazu sozusagen ein Übungsprogramm in Form eines Globuli. In dieser Arznei sind feinste Informationen, die den Körper anregen, seine Selbstheilung zu verstärken. Würden wir diese Arznei nun wie in der Schulmedizin regelmäßig und häufig wiederholen, so wäre dies, als würden wir unseren armen Patienten stundenlang immer wieder trainieren lassen - er würde einen fürchterlichen Muskelkater bekommen und sich von unseren Therapiebemühungen zurecht im Zorn abwenden.

Genau so ist es auch, wenn wir die homöopathischen Arzneien zu oft einnehmen- man kann völlig über das Ziel hinausschießen und eine sogenannte „Arzneimittelprüfung“ bekommen. Diese Verschlimmerung der Symptomatik kann manchmal an einem völlig anderen Organsystem erfolgen, so dass viele Patienten dies noch nicht einmal mit der erfolgten Einnahme in Verbindung bringen. 

Das Ziel wird homöopathisch zwar letztendlich sehr viel nachhaltiger erreicht als bei den Substitutionstherapien, aber wie man sich vorstellen kann, benötigt der Patient beziehungsweise sein Halter manchmal etwas mehr Geduld und Zutrauen.

 

Deshalb gibt es für die Einnahme homöopathischer Arzneimittel klare Empfehlungen, die unbedingt eingehalten werden sollten:

Trockene Globuli werden nur einmal verabreicht und dann wartet man ab. Wenn dieselben Globuli öfters wiederholt werden sollen, dann nur im Abstand von mehreren Tagen oder gar Wochen und nur auf ausdrückliche Einnahmeempfehlung des Homöopathen. Deshalb ist es so wichtig, dass eine regelmäßige Rückmeldung erfolgt, damit der Homöopath einschätzen kann, ob der Patient genau richtig, zu wenig oder in seinen Heilbemühungen überfordert wurde. 

Bei hoch akuten Krankheiten, bei dem die Heilung schneller verlaufen muss, löst man die Globulin in 1-2dl Wasser auf und wiederholt die Einnahme bis zu drei mal, wobei vor jeder erneuten Einnahme das Mittel kräftig verschüttet oder mit einem Plastiklöffel umgerührt werden muss. Spätestens nach der dritten Einnahme muss eine Verbesserung erfolgt sein, sonst war die Arznei nicht passend genug. Sobald sich die Symptomatik bessert, wartet man ab und wiederholt erst, wenn die Besserung stockt oder wenn die Symptome wieder stärker werden. Bei den meisten Akuterkrankungen genügen 2 - 3 Wiederholungen am Tag.  Falls das Problem sehr gravierend ist, kann evtl. auch alle 15 – 30 Min. wiederholt werden, bis eine Verbesserung spürbar wird. 

Eine andere Verabreichungsform sind LM oder Q-Potenzen. Sie werden häufig bei chronischen Erkrankungen eingesetzt und müssen oft täglich eingenommen werden, weil sie in der Regel nicht so lange wirken. Mit diesen Arzneien kann man einen Verlauf sehr fein einstellen. Wie oft die Wiederholungen erfolgen müssen und in welcher Form der Verdünnung entscheidet der Homöopath dann anhand der individuellen Reaktion des Patienten auf das verabreichte Mittel.

 

Müssen große Tiere mehr bekommen als kleine?

 

Nein, die Menge der Verabreichung hat dann eher praktische Gründe, d.h. zum Beispiel einen sicher gewährleisteten Kontakt des Mittels mit den Schleimhäuten. Um dieses Prinzip vielleicht noch einmal verständlich zu machen: Nehmen Sie an, sie hätten sich in einem Labyrinth verlaufen. Es genügt, wenn Ihnen jemand ganz leise ins Ohr flüstert, welchen Weg Sie nehmen sollen. Dazu spielt es keine Rolle wie groß oder klein Sie sind und man braucht auch kein Megaphon um die nötige Information zu erhalten. Homöopathische Arzneimittel geben dem Körper genau diese Informationen. Er sollte nach der Einnahme wissen, wie er mit dem aktuellen Problem am besten fertig wird.

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